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::: Borussia Mönchengladbach :: Informationen über den Fussballverein :::


Borussia Mönchengladbach

Allgemeines

Borussia VfL 1900 e.V. Mönchengladbach ist ein in Mönchengladbach am Niederrhein beheimateter Fußballverein und einer der erfolgreichsten Clubs in der deutschen Fußball-Bundesliga. Ihre beste Zeit hatte die Borussia in den siebziger Jahren, als sie die Liga zusammen mit dem FC Bayern München dominierte, und insgesamt fünf Meistertitel, drei DFB-Pokalsiege und zwei UEFA-Pokalsiege errungen hat. Mit jungen Spielern formte Hennes Weisweiler damals eine Mannschaft, die sogenannte Fohlenelf, die durch attraktiven und frechen offensiven Konterfußball bekannt wurde. Nach der Einführung der Trikotsterne ist die Borussia die einzige Bundesligamannschaft mit 2 Sternen, stellvertretend für 5 gewonnene Deutsche Meisterschaften.

Neben Fußball wird beim VfL auch noch Tischtennis und Handball gespielt. Der Verein hat mittlerweile über 27.000 Mitglieder und gehört zu den größten Vereinen in Deutschland.

Geschichte (Chronik)

Gründerjahre

Der Verein wird am 1. August 1900 gegründet. 1919 wird die Sportanlage „De Kull“, das spätere Bökelbergstadion, als "Westdeutsches Stadion" eingeweiht. Während des zweiten Weltkrieges wurde der Verein zu einer Fusion mit dem Sport-Club 1894 e.V., dem späteren 1.FC Mönchengladbach 1894 e.V. Mönchengladbacher FC 94 gezwungen, die nach dem Krieg wieder aufgehoben wurde.

Erste Erfolge, die 1960er

Am 24. August 1960 gewinnt die Borussia den DFB-Pokal mit einem 3:2-Sieg gegen den Karlsruher SC. Die Spieler, die den ersten nationalen Titel holten: G. Jansen, Pfeiffer, de Lange, A. Jansen, Göbbels, Frontzeck, Brungs, Brülls (1), Kohn (1), Mülhausen (1), Fendel. 1965 folgt dann, am 26. Juni, der Aufstieg in die Bundesliga. Die Borussia gewinnt die Aufstiegsrunde, nachdem sie Erster in der Regionalliga West wurde. Der andere Aufsteiger ist der FC Bayern München.

Die goldenen 1970er

Die Borussia wird am 3. Mai 1970 zum ersten Mal Deutscher Fußballmeister. In der folgenden Saison folgt der Pfostenbruch, bei der Bundesligapartie Mönchengladbach gegen den SV Werder Bremen (4. April 1971) bricht im Bökelbergstadion das Tor zusammen. Da kein Ersatz beschafft werden kann, wird das Spiel abgebrochen und als Sieg für Bremen gewertet. Vier Wochen später, am 5. Juni 1971, verteidigt die Borussia als erste Mannschaft in der Bundesliga ihren Meistertitel erfolgreich! In der nächsten Saison geht es kurios weiter: Am 20. Oktober 1971 findet im Europapokal der Landesmeister das berühmte Büchsenwurfspiel gegen Inter Mailand statt. Mönchengladbach gewinnt zwar 7:1, das Spiel wird aber später von der UEFA annulliert, da der italienische Stürmer Roberto Boninsegna von einer Büchse, geworfen von einem Zuschauer, getroffen wurde und zusammenbrach. Nach einem 2:4 in Mailand und einem 0:0 im Wiederholungsspiel in Berlin scheidet Borussia Mönchengladbach aus.

Die erste internationale Endspielteilnahme bahnt sich am 9. Mai 1973 an. Das erste Endspiel im UEFA-Pokal, FC Liverpool gegen Borussia Mönchengladbach wird wegen Regens abgebrochen! Am 10. Mai 1973 folgt das zweite erste Endspiel im UEFA-Pokal. Der FC Liverpool gewinnt mit 3:0. Die Spieler: Kleff, Netzer, Vogts, Bonhof, Michallik, Danner, Wimmer, Kulik, Jensen, Rupp (82. Simonsen), Heynckes. Das zweite Endspiel im UEFA-Pokal (23. Mai 1973) gewinnt Borussia Mönchengladbach gegen den FC Liverpool zwar mit 2:0, der Pokal geht jedoch nach Liverpool. Die Spieler: Kleff, Bonhof, Surau, Vogts, Danner, Netzer, Kulik, Wimmer, Jensen, Rupp, Heynckes (beide Tore). Die Saison endet noch mit einem Titelgewinn: Am 23. Juni 1973 gewinnt die Borussia zum zweiten Mal den DFB-Pokal. Gladbach gewinnt gegen den 1. FC Köln mit 2:1 nach Verlängerung. Torschütze des Siegtreffers ist Günter Netzer, der sich in diesem Spiel nach der regulären Spielzeit selbst einwechselt. Netzer verlässt anschließend den Verein Richtung Real Madrid. Die Spieler: Wolfgang Kleff, Rainer Bonhof, Heinz Michallik, Berti Vogts, Klaus-Dieter Sieloff, Dietmar Danner, Henning Jensen, Herbert Wimmer, Bernd Rupp (Uli Stielike), Christian Kulik (Günter Netzer), Jupp Heynckes.

Das nächste internationale Endspiel mit Gladbacher Beteiligung findet am 7. Mai 1975 statt. Das Hinspiel, um den UEFA-Pokal, in Düsseldorf zwischen Borussia Mönchengladbach und FC Twente Enschede endet 0:0. Die Spieler: Kleff, Vogts, Surau, Wittkamp, Bonhof, Stielike, Wimmer, Danner (75. Del’Haye), Simonsen, Jensen, Kulik (78. Schäffer). Das Rückspiel am 21. Mai 1975 bei Twente Enschede gewinnt der VfL mit 5:1! Damit gewinnt die Borussia zum ersten Mal den UEFA-Pokal und den ersten internationalen Titel. Die Spieler: Kleff, Vogts, Surau (13. Schäffer), Wittkamp, Bonhof, Klinkhammer, Simonsen (2), Wimmer (75. Köppel), Jensen, Danner, Heynckes (3). Drei Wochen später (14. Juni 1975) folgt der dritte Meistertitel. Trainer Hennes Weisweiler verlässt nach elf Jahren den Verein, Nachfolger wird Udo Lattek. Am 3. März 1976 (Aschermittwoch) kommt es zum nächsten denkwürdigen internationalen Auftritt der Borussia. Im Europapokal der Landesmeister spielt Borussia Mönchengladbach gegen Real Madrid (mit Netzer und Paul Breitner) 2:2. Beim Rückspiel (17. März 1976), das 1:1 endet, erkennt der Schiedsrichter Leonardus van der Kroft zwei Gladbacher Tore nicht an: In der 68. Minute einen Treffer von Henning Jensen und in der 83. Minute von Jürgen Wittkamp. Das Unentschieden reicht nicht zum Weiterkommen. Am Saisonende (12. Juni 1976) gewinnt Mönchengladbach den vierten Meistertitel. Einen neuen Titel gab es am 8. Januar 1977. Spiel um dem Super-Cup in Hamburg: Borussia Mönchengladbach (Meister) gegen den Hamburger SV (Pokalsieger). Das Spiel - das auf auf einer Absprache zwischen den beiden Clubs beruht, also keinen offiziellen Wettbewerb des DFB darstellt - endet 3:2 für Mönchengladbach. Ende der Saison kommt es zum Hattrick. Die Borussia gewinnt zum dritten Mal hintereinander (21. Mai 1977) und zum fünften Mal insgesamt den Deutschen Meistertitel. Das Endspiel im Europapokal der Landesmeister in Rom (25. Mai 1977) zwischen dem FC Liverpool und Borussia Mönchengladbach endet 3:1. Die Spieler: Kneib, Vogts, Wittkamp, Schäffer, Klinkhammer, Bonhof, Wohlers (79. Hannes), Stielike, Wimmer (24. Kulik), Simonsen (1), Heynckes. In der Folgesaison (29. April 1978) wird der vierte Meistertitel hintereinander nur knapp verpasst. Punktgleich mit dem 1. FC Köln muss sich die Borussia nur aufgrund der Tordifferenz geschlagen geben. Allerdings gewinnt der VfL am letzten Spieltag mit 12:0 gegen Borussia Dortmund, was den höchsten Sieg in der Geschichte der Fußball-Bundesliga darstellt. Die Meisterschaft wurde einige Wochen zuvor im Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach entschieden, als dem Kölner Spieler Heinz Flohe in der 83. Minute der Ausgleich zum Endstand von 1:1 gelang. Da Köln am letzten Spieltag beim FC St. Pauli mit 5:0 gewann, konnte der FC einen Vorsprung von 3 Toren ins Ziel retten. Der zweite internationale Titel bahnt sich am 9. Mai 1979 an. Das erstes Endspiel im UEFA-Pokal, Roter Stern Belgrad gegen Borussia Mönchengladbach, endet 1:1. Die Spieler: Kneib, Ringels, Vogts, Schäffer, Hannes, Wohlers (80. Gores), Kulik, Schäfer, Nielsen (75. Danner), Simonsen, Lienen. Im Rückspiel am 23. Mai 1979 reicht der Borussia zu Hause ein 1:0 Sieg zum zweiten UEFA-Pokal. Nach dem Spiel warnt Berti Vogts die Gladbacher Fans und Funktionäre, sich diesen Pokal gut anzuschauen, es würde für lange Zeit der letzte Gladbacher Titel sein. Bis zum Jahr 1995 sollte Vogts dann, länger als ihm lieb sein mochte, Recht behalten. Die Spieler: Kneib, Ringels, Vogts, Schäffer, Schäfer, Hannes, Kulik (59. Köppel), Wohlers, Simonsen (1), Lienen, Gores.

Die 1980er

Am 7. Mai 1980 steht Borussia Mönchengladbach abermals in einem Endspiel um den UEFA-Cup. Zu Hause gewinnt man gegen Eintracht Frankfurt mit 3:2. Die Spieler: Kneib, Schäfer, Hannes, Schäffer, Ringels, Matthäus (1 Tor), Kulik (2 Tore), Nielsen (86. Thychosen), Del’Haye (72. Bödecker), Nickel, Lienen. Im Rückspiel, am 21. Mai 1980, gewinnt Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:0 und sichert sich den Pokal aufgrund der mehr geschossenen Auswärtstore. Die Spieler: Kneib, Fleer, Hannes, Schäfer, Ringels, Bödecker, Matthäus (86. Thychosen), Kulik, Nielsen (68. Del’Haye), Nickel, Lienen.

Das nächste Endspiel um einen Titel folgt dann erst am 31. Mai 1984 (Himmelfahrt). Im Finale um den DFB-Pokal in Frankfurt, spielt der FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach 1:1. Das Spiel endet 7:6 nach Elfmeterschießen. Den entscheidenden Elfmeter verschießt Lothar Matthäus, der in der kommenden Saison beim FC Bayern München spielt. Einen vielversprechenden Sieg, am 27. November 1985 in Düsseldorf schlägt Borussia Mönchengladbach Real Madrid mit 5:1, verschenkt die Borussia leichtfertig im Rückspiel (11. Dezember 1985), als man in Madrid mit 4:0 verliert und aus dem UEFA-Pokal ausscheidet.

Am 22. April 1987 scheidet die Borussia gegen den schottischen Vertreter Dundee United, durch ein 0:2 auf dem heimischen Bökelberg (nach einem Hinspiel 0:0) im Halbfinale des UEFA-Pokals aus. Es ist gleichzeitig Borussias erste Niederlage in einem Europapokal-Spiel, das auf dem Bökelberg ausgetragen wurde.

Die 1990er

Seit langem spielt die Borussia wieder eine gute Pokalsaison. Am 7. April 1992 hält Torhüter Uwe Kamps im Elfmeterschießen des Pokal-Halbfinales alle vier Elfmeter der Spieler von Bayer Leverkusen und bugsiert Borussia damit ins Finale. Im Finale (23. Mai 1992) gewinnt dann Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach nach einem 4:3 im Elfmeterschießen (0:0 nach der Verlängerung).

Es folgt der erste Titel seit 1979. Am 24. Juni 1995 gewinnt Mönchengladbach, mit einem 3:0 Sieg gegen den VfL Wolfsburg, zum dritten Mal den DFB-Pokal. Das am 5. August 1995 folgende Spiel um den Supercup in Düsseldorf, gewinnt Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:0.

Nach einer schlechten Saison folgt 1999 der Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Der VfL steigt als Tabellenletzter in die Zweite Bundesliga ab.

2000 bis heute

Am 1. August 2000 feiert Borussia Mönchengladbach den 100. Geburtstag der Vereinsgeschichte. Passend dazu folgt am Ende der Saison (20. Mai 2001) der Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga, als Zweiter der Zweiten Bundesliga. Borussia Mönchengladbach scheidet durch eine 0:1-Niederlage gegen den Zweitligisten Alemannia Aachen im Halbfinale des DFB-Pokals (17. März 2004) aus und verpasst dadurch die Teilnahme am lukrativen UEFA-Cup. Zehn Tage später (27. März 2004) verstirbt Präsident Adalbert Jordan nach schwerer Krankheit im Alter von 66 Jahren. Jordan hatte das Präsidentenamt bei der Borussia seit September 1999 inne, er war wesentlich für die finanzielle und sportliche Sanierung des Vereins verantwortlich. Einen Tag später verstirbt der Der 25-fache Nationalspieler Albert Brülls nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren in Neuss. Er bestritt 160 Oberligaspiele für den Verein. Am 22. Mai 2004 findet das letzte Bundesligaspiel im Bökelbergstadion statt. Borussia besiegt dabei den TSV 1860 München mit 3:1, die daraufhin absteigen müssen. Das letzte Tor auf dem Bökelberg erzielt Arie van Lent mit einem Kopfball. Fünf Wochen später (30. Juli 2004) folgt die feierliche Eröffnung des neuen Stadions. Der Borussia-Park ist gleich ausverkauft (53.148 Zuschauer). Der Borussia gelingt in den 45-minütigen Spielen gegen den FC Bayern München und den AS Monaco kein Treffer. Am 27. Oktober 2004 wird Holger Fach, nach etwas mehr als einem Jahr als Cheftrainer, auf Grund des frühen Ausscheidens aus dem DFB-Pokalwettbewerb gegen die Amateure des FC Bayern München und schlechter Spiele in der Liga, als Trainer entlassen. Interimstrainer wird Horst Köppel, bis dahin Trainer von Borussias U23. Der Niederländer Dick Advocaat wird am 2. November 2004 als neuer Trainer vorgestellt. Er unterschreibt einen bis 2007 datierten Vertrag und löst damit nach nur einem Spiel (2:0 Heimsieg gegen Bayern München) Horst Köppel als Trainer ab. Die Borussia möchte mit dem neuen Stadion im Rücken und dem neuen Trainer ihre Ambitionen auf die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb unterstreichen. Doch bereits am 18. April 2005 tritt Dick Advocaat als Cheftrainer zurück. Horst Köppel löst ihn als Interimstrainer ab. Drei Tage später (21. April 2005), tritt Christian Hochstätter, der 23 Jahre als Spieler und Funktionär im Verein tätig war, als Sportdirektor zurück. In seinen rund 76 Monaten als Sportdirektor hatte er mit Hans Meyer, Ewald Lienen, Holger Fach und Dick Advocaat vier Trainer engagiert. Sein Nachfolger Peter Pander war bis Ende August 2004 Manager beim VfL Wolfsburg und unterzeichnete einen Vertrag über drei Jahre. Interimstrainer Horst Köppel unterzeichnet am 18. Mai 2005 - quasi zu seinem 57. Geburtstag - einen 2-Jahres Vertrag als Cheftrainer.

Weblinks

  • Vereinsdaten, Erfolge
  • Bekannte Persönlichkeiten des Vereins

  • Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Borussia Mönchengladbach" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar. Der Artikel kann nur über Wikipedia bearbeitet werden.



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